Dressed for success

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Jobbewerbungen sind ein heikles Thema. Eins weiß nie, ob die Leute auf der anderen Seite eine ~moderne, lockere, edgy Mappe erwarten oder klassisch und konservativ unterwegs sind. Sollen die Fotos zum Beispiel lachend vor einer grauen Wand stattfinden oder mit hochgezogenen Augenbrauen, fast schon spöttisch in die Kamera grinsend, vor Street Art?

Und wie sieht es beim Gespräch aus: Dressed to kill oder to impress? Muss ich wie ein_e Sparkassenberater_in aussehen oder wie ein_e quirky Cafékellner_in? Was wollen diese Menschen von mir? Ist es den geringen Lohn überhaupt wert? Was gilt als spießig und was als classy? Und was mache ich mit meinen Tattoos und Piercings? Ist „Genderbending“ subversiv und cool oder zu crazy?

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Ich habe mir einfach die Frage gestellt, wie eine erfolgreiche, überzeugende Person für mich aussehen würde. Ein bisschen Casual Butch, etwas Los Angeles Rich Kid Flavour, Femme-Fabulösität und definitiv etwas Dandy Dyke. Der Eyeliner, wenn er denn da ist, sollte fierce sein. Der Nagellack könnte ruhig zum Blazer passen. Lackschuhe überschatten nie den Glanz deiner eigenen Persönlichkeit. Und vor allem sollte das Spektrum der Dresscode-Möglichkeiten innerhalb des Jobs mal vorsichtig durchgegangen werden. In Deutschland sind viele Business-Menschen scheiße angezogen, let’s be real. Nichts sitzt und alles sieht aus wie von Peek&Cloppenburg direkt an der Schaufensterpuppe abgekauft. Jedes Mal, wenn ich in London bin und zur Rush Hour in der Tube sitze, bewundere ich die schicken Business-Menschen. Der Stil ist ziemlich clean, aber selten langweilig oder ultra-basic. Der Spielraum wird zu eigenen Vorteilen genutzt.

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Ich habe mein Bewerbungsgesprächsoutfit von Montag noch mal nachgestellt, um es euch zu zeigen. Was anders war: Die Socken. Ich hatte keine Sportsocken an, sondern schwarze, schlichte. Das sah dann ein bisschen weniger nach Michael Jackson aus. Ansonsten: Genau so.

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Hemd und Hose: Monki, Jacke: Vintage, Socken: Jacko, Schuhe: Tally Weijl (I shit you not), Nagellack: „In Stiches“ von Essie, Uhr: Casio.

 

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