SWEET AND SASSY

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Believe it or not, meine funky Bewerbungsoutfits haben es zu etwas gebracht. Das bedeutet, die Geldscheine regnen ab jetzt wie mieser Hagel auf mein Konto. (Okay, es summiert sich eher zum sanften Nieselregen, aber ihr wisst, worauf ich hinauswill.)

Jedenfalls investierte ich anstatt in einer Rentenversicherung in einen Pullover. Der Print – eine Mischung aus Emojis, Katzen, Holografikoptik und WordArt – und die dreamy Verwaschung kosteten mich meine Rationalität und ein paar Zehner. Ach ja, und der Schnitt. Cropshirt. Der erste kurze Pulli seit Langem, der tragbar ist. 

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In Kombination mit meiner Mom-Jeans, Polly-Pocket-Schmuck und einem Choker ist das 90er-Thema auch kaum zu übersehen. Cooler wäre es, wenn meine schwarzen Semi-Creeper auch schwarz wären. Leider hat eine ungeschickte Clubbesucherin ihr beschissenes UV-Pulver auf meinen Schuhen fallen- und trotz kraftaufwendiger Reinigung meinerseits einen kotzgelben Hauch hinterlassen. Im Dunkeln sieht das okay aus, im Hellen nicht so sehr. Vielleicht werde ich die Schuhe einglitzern, um mit mehr Shiny-Shine von diesem Intermezzo abzulenken.

Neben den 90ern ist das Outfit auch sehr Internet-lastig. Das darf auch mal sein, denn wie heißt es so schön: Never forget where you come from.

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Die Batik-Optik wollte ich in meinem Make-Up spiegeln. Dazu verteilte ich ein bisschen lavendel und ein bisschen türkis rund um meine Augen. Sieht schon dreamy aus, oder?

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Für die Lippen wählte ich ein grelles Pink. Das betont die hochgezogene Form meines Mundes sehr gut, wenn ich mein Gesicht angewidert verziehe. Aversion muss heutzutage deutlicher hervorgebracht werden, ansonsten besteht die Gefahr, als Happy Queer oder Lächelnde Ausländerin gelesen zu werden. Freundlichkeit ist das letzte, das ich für Deutschland übrig habe. Die Farbe passt außerdem sehr gut zu meinen überschminkten Pickeln, beides strahlt so eine Künstlichkeit aus.

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Und was wäre eine Fashion-Bloggerin ohne Maskottchen? Meine quenderqueere Polly Pocket ist ganz mir und auf Krawall gebürstet, wenn es mal wieder Internet-Drama/-Beef gibt. Ein beruhigendes Gefühl.

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Pullover: Veronica Fever, Hose und Jacke: Vintage, Socke links: H&M, Socke rechts: Monki, Schuhe: Urban Outfitters, Nagellack: American Apparel, Kette: Polly Pocket, Choker: Vintage, Mütze: Beaniebabesclub, Lippenstift: Lush.

 

 

 

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3 Gedanken zu “SWEET AND SASSY

  1. „Aversion muss heutzutage deutlicher hervorgebracht werden, ansonsten besteht die Gefahr, als Happy Queer oder Lächelnde Ausländerin gelesen zu werden. Freundlichkeit ist das letzte, das ich für Deutschland übrig habe.“
    Heiratest du mich?

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