Style-Crush: JJ

Neues Jahr, neue Crushes: Den Admirationsauftakt macht die coole Wahlberlinerin JJ. Auf ihrem Blog gibt es ihre Fotografien zu bestaunen, hier geht es um ihren hübschen Kleidungsstil. Die Bilder sind in guter Selfie-Manier selbstgeschossen. Und los geht’s!

JJ3  

QUEER VANITY: Ich mag deinen Style sehr gern. Wie würdest du ihn beschreiben?

JJ: Danke! Ich glaube mein Style ist irgendwas zwischen classy und casual. Diese beiden Eigenschaften kombiniere ich ganz gerne. Dabei kommt dann meistens eine lässige Jeans (wie auf dem Bild) kombiniert mit Glitzer Nagellack und meistens einer Jacke in bunten Prints raus.

Hast du Style-Idole oder irgendwen, der dich inspiriert?

Am liebsten laufe ich durch die Straßen Berlins und lasse mich von den Styles der Menschen dort inspirieren. Mein Style-Idol ist meine beste Freundin Marie (Sie ist der stylishste Mensch auf der Welt).

JJ2

Was bedeutet Mode für dich?

Mode hat für mich viel mit Fat Acceptence zu tun. Mode gibt mir die Möglichkeit meine Körper zu mögen und zu zeigen dass auch dicke Menschen stylish sind.

Wie kommst du normalerweise an Kleidung?

Leider kann ich nicht nähen, das sollte ich jedoch schleunigst lernen, da es einer meiner Träume ist, einst eine Plus Size Modedesignerin zu werden. Meine Klamotten kaufe ich am liebsten online über Asos, New Look, Missguided oder Forever 21. Leider werden in allen vier Online Shops die großen Größen separat eingeteilt, was ich sehr diskriminierend finde.

JJ6

Gibt es einen Fashion-Vorsatz für dieses Jahr?

Gerne würde ich die Brille die ich auf den Bildern trage, des öfteren auch in der Öffentlichkeit tragen. Irgendwie fühle ich mich mit ihr sehr powerful und wie eine Queen.

Hat sich dein Wohlfühlsein durch deinen Umzug nach Berlin verändert?

Es ist von 0 auf ungefähr 100 gestiegen. In meiner alten Heimat habe ich mich oft sehr unwohl gefühlt. Viele haben mir oft seltsame Blicke zugeworfen und ich wurde gemustert von oben bis unten. Oft haben die Menschen dort versucht mich in Schubladen zu stecken, was mich sehr unsicher gemacht hat, weil ich nicht ich selbst sein konnte. Seitdem ich in Berlin lebe konnte ich das ändern und bin die Person geworden, die ich schon immer sein wollte. Ich trage Crop Tops und Overknee Strümpfe und die merkwürdigen Blicke wurden durch Lob zu meinem Style ausgetauscht.

JJ4

Möchtest du jungen Menschen, die auf dem Markt Schwierigkeiten haben, was in ihrer Größe zu finden, etwas auf den Weg geben?

Erstmal möchte ich sagen, dass sich die Menschen von niemandem beeinflussen lassen sollten, wenn anderen Leuten an deren Style etwas nicht passt. Mode schreibt keine Regeln vor und jede_r sollte das tragen, worin sie_er sich wohlfühlt. Leider haben Menschen, die große Größen tragen, oft Schwierigkeiten das Kleidungsstück ihrer Träume zu finden. Meistens muss man einfach warten bis das Kleidungsstück nachdem man sucht erst designt wird. Ich habe bspw. 2 Jahre gewartet bis die Designer von Asos auf die Idee gekommen sind, Overknee Strumpfhosen für fette Menschen zu gestalten. Wer nicht warten möchte, kann sich seine Kleidung auch selbst nähen oder auch aus vorhandenen Klamotten zuschneiden.

JJ5

Was machst du eigentlich sonst so? 

Wenn ich nicht gerade Studierende über ihre verschiedenen Lebenslagen berate fotografiere ich die meiste Zeit. Am liebsten andere Menschen. Meistens lasse ich mich in Kunstmuseen inspirieren. Viel vom Tag bleibt dann nicht mehr übrig. Die restliche Zeit verbringe ich mit essen und im Internet.

JJ1

Danke für das Interview!

Ich danke dir, es war mir ein Vergnügen!

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s