Style-Crush: Küb

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English below

Das letzte Interview mit einem Style-Crush ist ein Weilchen her, deshalb kommt hier endlich wieder was Neues. Dieses Mal habe ich mit Küb gesprochen, der_die mit mir und JJ einige Fotos auf dem Tempelhofer Feld gemacht hat und meinen Instagram-Feed mit dandy-mäßigen Outfits rockt.

QUEER VANITY: Beschreibe deinen Stil!

Küb: Den Stil, den ich in meinem Projekt zeige, nenne ich geschmackvolle „Männermode“. Ich nutze simple Elemente und spiele mit ihnen.

Ist das dein alltägliches Drag oder eher für besondere Gelegenheiten gedacht?

Ich trage Dapper auf besonderen Gelegenheiten, im Alltag ist mein Stil eher lässig und maskulin.

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Was bedeutet „Dapper“ (für dich)?

Für mich bedeutet das klassische „Männermode“, also Hemden, Fliegen und Anzüge.

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Inwiefern ist deine Gender-Performance mit deinem kulturellen Hintergrund verflochten? War dein Auftreten in der Türkei genau so?

Ich habe mich genau so gekleidet, allerdings mit weniger Mut. Die meisten meiner Klamotten sind ohnehin aus İstanbul.

Du hast im Januar eine Online-Dokumentation deiner Dapper-Mode gestartet. Welche Kanäle nutzt du dazu und wie lautet dein Konzept?

Momentan nutze ich nur Instagram und Tumblr. Auf Instagram folge ich einer simplen Grafik-Regel: Das eine Foto bekommt einen weißen Rand, das nächste nicht. Manchmal gibt es von dem selben Objekt vier Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven, um dem ganzen mehrere Dimensionen zu bieten.

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Welche Ziele verfolgst du mit deinem Projekt?

Zunächst wollte ich einfach nur einen Modeblog führen. Dabei merkte ich, dass ich gern ein LGBTQ-Publikum hätte, darunter auch Transmänner, Tomboys und Dandys, die maskulin performen. Oder nennen wir es den „klassischen Anzug-Style“ anstatt von maskulin?
Ich wünsche mir, dass mir Menschen ihre Outfits zuschicken, sodass ich sie mit meinen Abonnent_innen teile. Zukünftig würde ich gern mit Freund_innen und Models arbeiten, die ich stylen darf.

Und warum ist es dir so wichtig, als queer Dapper sichtbar zu sein?

In erster Linie wollte ich meine Leidenschaft für Mode ausdrücken und dann mit anderen Personen zusammenarbeiten. Ich habe nicht so viele Klamotten: Drei Jacketts, fünf Fliegen und vier Krawatten. Aber ich wollte dokumentieren, was für Optionen ich mit dem, was ich habe, kreieren kann.

Danke für das Interview!

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Fotografin: JJ Thunder.khat

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English

Describe your style!

The style I use in my project is stylish ‚menswear‘. I like to have simple elements and play with them.

Is that your everyday-drag or rather a festive choice?

I wear dapper on special occasions and events. In daily life I have rather casual ‚masculine‘ style.

What does „dapper“ mean (to you)?

Classical „men’s“ wear: Shirt, pants, ties.

In how far do you think your gender performance and your cultural background interlace? Could you freely perform the same way in Turkey?

I used to perform the same way as I do now in Berlin but less courageous. Most of my clothes are from İstanbul anyway. I do not hold myself back here, I am even more dapper.

Now you started an online documentation of your style. Which channels do you use and what is your concept?

Right now, I only have Instagram and Tumblr. On Instagram, I follow a simple graphic rule to make it look good for my aesthetics. One photo with a white frame and next one is without. I sometimes make four reflection photos of a single element, which creates different angles and dimensions to that product.

What are your goals with your project?

I started to this project with just an aim of a menswear blog. On the way I noticed that I would love to have an audience which is a mix of LGBTQ individuals, transmen, tomboys, dandies who present ‚masculine‘ style. Maybe rather than masculine we can say classical suit style? I would like to have people sending me their outfits so that I can share them with my followers. In future, I would like to work with friends or anyone who wants to model for my styling.

And what was your motivation to be visible as a queer dapper?

I wanted to share my style passion with people and then collaborate. I don’t have so many clothes. I have three jackets, five bowties and four ties. But I wanted to document what kind of options I can create with the things I have.

Thanks for the interview!

Pictures: JJ Thunder.khat

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