Business Casual

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Als Freiberuflerin wechseln die Räume, in denen ich lohnarbeite, sehr oft. Meistens ist es das Büro, aber auch mal ein Café, mein Schlafzimmer, Seminarräume, Jugendzentren und Clubs. Was ich zum Auflegen trage, kann ich nicht für Vorträge an der Uni anziehen. Und trotzdem muss ich keinen konkreten Dresscode einhalten wie Banker_innen oder Ärzt_innen es tun.

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Die deutschen Vorstellungen formaler Kleidung sind in der Regel an Normcore vorbei unästhetisch, altbacken, extrem konservativ und geben mir auf Anhieb Bauchschmerzen – besonders, seitdem ich mal in cosmopolitischen Städten wie London oder Stockholm zur Rush Hour in öffentlichen Verkehrsmitteln gesessen und gesehen habe, wie kreativ und stilvoll Menschen mit Arbeitskleidung spielen.

Generell fühle ich mich in lässiger Kleidung wohler, mein Körper wird ohnehin von Außen nicht als seriös oder geschäftig verstanden, ich muss mich dafür auch nicht verkleiden. Piercings, Tattoos, gute Haarschnitte oder schlichtweg dicke und haarige Körper finden keinen Platz im deutschen, kapitalistischen feuchten Traum. Manchmal tue ich es aber trotzdem und es macht mir Spaß. Ich stelle mir vor, was ich anziehen würde, wenn ich eine fünfzigjährige Museumsdirektorin wäre und wähle nach diesem Outfit-Motto das perfekte Business-Outfit aus. Weite, wallende Schnitte, große Ketten, Farbakzente und ein Mikropony sind da meine ersten Assoziationen. So auch bei diesem Look.

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Oberteil: COS, Culottes: Monki, Schuhe: Catwalk, Kette: Juwelier in Teheran, Ring: Heilsteinladen in Istanbul, Lippenstift: Ruby Woo von M.A.C.

Fotografin: JJ Thunder.khat


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As a freelancer, my working-spaces change constantly. I spend most of the time sitting in the office but also end up working from cafés, my bedroom, university rooms, youth centers and clubs. What I wear during a DJ-night is nothing I could pull off while giving workshops at universities. Still, I don’t have a strict or even concrete kind of dress-code that bankers or doctors do.

The German ideas about formal clothing are usually beyond normcore ugly, old-fashioned, extremely conservative and instantly give me stomach-pain – especially since I have sat in public transportation during rush hour in cosmopolitan cities such as London or Stockholm. Seeing how creative and stylish people are with their work-couture even deepens my hate against the German lack of taste.

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I generally feel more comfortable in casual wear, especially because my body will never be considered to be serious or business by society. Piercings, tattoos, edgy haircuts or just fat and hairy bodies are not permitted in the German capitalist wet dream. In a way, business-drag feels like a special kind of dressing up and I sometimes enjoy. I imagine what I would were as a fifty year old museum director to find the perfect theme for a business outfit. Wide and flowing cuts, big necklaces, colour accents and a micro-fringe are my first associations. Just like with this look.

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Shirt: COS, culottes: Monki, shoes: Catwalk, necklace: jeweller in Teheran, ring: a crystal-shop in Istanbul, lipstick: Ruby Woo by M.A.C.

Pictures by JJ Thunder.khat

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