Dresscode „fabulous“

English below

Wer gern glanzmäßig auf die Kacke haut und keine Panik in Menschenmengen bekommt, liebt Silvesterpartys mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr. Endlich ausgelassen trinken und tanzen, schön aussehen und unverfroren glitzern.

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Ich bin Silvester sehr ambivalent eingestellt. Vor allem hasse ich Feuerwerk. Es stinkt, ist laut, verschmutzt die Umwelt, ist gefährlich, macht die Stadt für von Krieg oder anderweitig traumatisierte Personen zu einem Alptraum. Das sind einige Leute, 2015 waren die Zahlen für Geflüchtete höher als in den Jahren zuvor. Auch nerven mich die hohen Erwartungshaltungen an diesen Abend, als stünden wir vor einer Zeitmaschine und warteten darauf, in wenigen Stunden cooler, schlauer, produktiver, fitter, disziplinierter, schöner zu werden. Fakten sind leider Fakten: Wenn du 2015 messy warst, stehen die Chancen hoch, dass es 2016 so weitergeht. Ist ja auch okay, das Leben ist nicht die NEON, wo es jedes Jahr um die gleichen Themen aus neoliberaler Haltung geht. Es ist okay, zu versagen. Es ist okay, unperfekt zu sein. Was nicht okay ist, sind rassistische, sexistische, homofeindliche, transfeindliche, transmisogyne, klassistische oder ableistische Verhaltensweisen. Nehmt euch lieber vor, daran zu schrauben, als euch für einen Fitnessclub anzumelden, in dem ihr ohnehin maximal vier Mal trainieren werdet.

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Die Symbolik des Abends hin oder her: Ich werde dieses mal in Göteborg auf eine Hausparty gehen und will gut aussehen. Deshalb probiere ich schon jetzt verschiedene Dinge aus meinem Kleiderschrank an, zum Beispiel diesen Vintage-Samtbody mit tollen Schuhen, für die es draußen leider schon zu kalt ist. Plus dem Lippenstift, den meine beste Freundin mir zum Geburtstag geschenkt hat. Und sollte ich mich dafür entscheiden, doch alleine zu feiern, kann ich mich trotzdem schick anziehen und mit dem Selfiestick den Augenblick festhalten. Im Bett. Hurra!

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Body: Vintage, Strumpfhose: American Apparel, Schuhe: Vagabond, Lippenstift: M.A.C. „Matte Royal“, Choker: Etsy, Samt-Scrunchie: H&M

Fotos: JJ Thunder.khat


If you enjoy being shiny and don’t panic in big crowds, chances are you love new year’s eve. Finally the chance to drink and dance wildly, look good and unapologetically wear glitter.

I myself have very mixed feelings about new year’s eve. Mostly, I hate fireworks. They’re loud, smelly, not eco-friendly at all, dangerous and make the city an unsafe place for people with traumas, especially those who have been traumatized by war. Which is quite some people, since there have been more refugees than during the past years in 2015. Also, I am not into the stressful expectations that people have from this evening. It’s not like were standing in front of a time-machine and about to change into cooler, smarter, fitter, more beautiful, more productive, less anxious human-beings. In fact, if you have been messy in 2015, you are probably going to stay messy in 2016. Which is totally fine. Life is not NEON magazine where you have the same topics each year and approach to them from a neoliberal perspective. It’s okay to fail. It’s okay not to be perfect. What is not okay though is racist, sexist, heterosexist, cissexist, ableist or classist behavior. Try to work on that rather than signing in for a fitness-studio that you will only enter four times, maybe five.

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Nevermind the symbolism of new year’s eve. I will go to a house-party in Gothenburg and I’m really excited about it. I want to look good. This is why I’m already trying out different outfits, like this vintage velvet-bodysuit and these amazing shoes that are not warm enough to wear outside at the moment. Plus this lipstick that I received as a present from by best friend. And even if I decided to stay in instead, I still want to look good and take lots of selfies. In bed. Yay.

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Bodysuit: vintage, tights: American Apparel, shoes: Vagabond, lipstick: M.A.C. „Matte Royal“, choker: Etsy, velvet-scrunchie: H&M

Pictures by JJ Thunder.khat

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