STYLE-CRUSH: ALOK VAID-MENON

(English below) 
Sie ist Performance-Künstlerin, Aktivistin und eine meiner persönlichen Stil-Ikonen: Alok Vaid-Menon, die eine Hälfte des queeren Performance Duos DarkMatter. Per E-Mail hat sie mir ein paar Fragen beantwortet und mir Fotos von einigen ihrer liebsten Outfits geschickt.
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Was bedeutet Mode für dich?
Mode ist eine Femme-Rüstung. Sie bietet mir die Möglichkeit eine Welt zu konfrontieren, die mich bereits mit Zuschreibungen bekleidetet, und ihr zu sagen: „Heute nicht!“ Mode ist eine der besten Annäherungen, die ich zu der Art von Person machen kann, die ich auf dieser Welt etablieren will.
Inwiefern ermöglicht dir Kleidung einen Selbstausdruck?
Ich denke, es gibt da einige Eingrenzungen, da ich meine Sachen nicht selber mache. Was ich momentan tue ist, dass ich die Visionen anderer nehme und zu einer Collage zusammenfüge, die „mich“ kreiert. Irgendwann will ich meine eigenen Sachen designen. Es ist schwer, nicht-binäre Mode zu machen, wenn es nur binäre Kleidung gibt!  (Lies: Ugh, warum machen sie nicht ausreichen High-Hells in meiner Schuhgröße??? :P)
Wo holst du normalerweise deine Kleidung her?
Das meiste ist aus Second-Hand-Shops. Das beste daran, mit meiner Kunst viel auf Reisen zu sein, ist, dass ich ganz viele Second-Hand-Läden auf verschiedenen Teilen der Welt besuchen kann.
Ist es schwer, die perfekte Kleidung und Schuhe in deiner Größe zu finden?
Auf jeden Fall. Femme-Kleidung zu finden ist sehr schwer für mich: meine Schultern sind zu weit, meine Füße zu groß. Es fühlt sich an, wie Cinderella zu sein und in einen Glasschuh passen zu müssen!
Wie sieht dein Signature-Style aus?
Mein Signature-Style ist, dass ich keinen Signature-Style habe. Ich will viel herumprobieren und mich weigern, an etwas Bestimmten festgenagelt zu werden.
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Wie stehst du als transfeminine Person of Color zum Thema Kleidungsstil und Sichtbarkeit?
Ich kämpfe viel mit Style und Sichtbarkeit, weil ich immer mehr begreife, dass diese Welt Gender nur noch als das versteht, wie wir aussehen, und nicht, wer wir sind. Ich mache mir Sorgen, dass Menschen ihre Finger auf mich richten und sagen werden: „So sieht es aus, nicht-binär, oder transgeschlechtlich, oder femme zu sein.“ Und ich denke so: „NEIN!!!“ So sieht es aus, ich zu sein, doch es gibt Millionen andere Arten auszusehen und dabei nicht-binär, transgeschlechtlich oder femme zu sein, und manchmal schließt es Mode oder Ästhetik nicht ein. Ich mache mir Sorgen, dass wir die ganze Zeit Hierarchien aufbauen, in denen diejenigen von uns, die wie ich mehr soziale oder finanzielle Macht zur Sichtbarkeit haben, auf eine Art betrachtet werden, die ihrer Transidentität mehr Berechtigung gibt als die derer, die diese ganzen Mittel nicht haben – das beschäftigt mich sehr.
 Was ist für dich das beste daran, Femme zu sein?
Stärke und Widerstand in jedem Aspekt meines Lebens zu finden, von dem ich gelernt habe, dass es eigentlich fragil und schwach sein soll.
Hast du Ästhetik-Ziele oder Style-Vorbilder?
Jede indische Großmutter, die Saris mit Sneakers kombiniert. Irgendwann will ich vollständig zu einem Style transitionieren, der Saris, Cardigans und (Plateau-)Sneaks miteinander vereint. Das ist so ein klassischer Look.

They are a performance artist, an activist and one of my very favorite style-icons: Alok Vaid-Menon from the queer performance-duo DarkMatter. They answered a few questions of mine via e-mail and sent me pictures of some of their favorite looks.

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What is fashion to you?

Fashion is femme armor. It’s a way of confronting a world that already dressed me with all of its assumptions and saying, „Not today!“ Fashion is one of the closest approximations I have to the type of self I am trying to cultivate in the world.

In how far can you express yourself through clothes?

I feel like there are limitations right now because I’m not creating my own stuff. What I’m doing right now is taking other peoples‘ visions and collaging them together to create, „me.“ Eventually one day I would like to design my own clothing. It’s hard to do nonbinary fashion when you’re having to just work with binary clothes! (AKA ugh why don’t they make enough heels that fit my feet ??? 😛 )

Where do you usually get your clothes from? 

I mostly thrift everything. The good part about traveling a lot with my art is that I get to visit a bunch of thrift stores across the world!

Is it hard to find the perfect clothes and shoes in your size?

Yes absolutely. Finding femme clothing is really difficult for me: my shoulders are too wide, my feet are too big. It always feels a bit like Cinderella trying to fit a glass shoe!

What is your signature style?

My signature style is that I don’t have a signature style. I would hope that I like to play around enough to refused to be pinned down!

As a transfemme of color, how do you feel about clothing style and visibility?

I struggle a lot with style and visibility because I think increasingly I’m recognizing that our world only understands gender as what we look like and not who we are. So I worry that people will point to me and say, „This is what it looks like to be non-binary, or trans, or femme“ and I want to be like, „NO!!!“ This is what it looks like to be me, but there are millions of ways to look and be non-binary, trans, and femme and sometimes that doesn’t involve fashion or aesthetics. I worry that we are all continually creating a hierarchy where those of us with the social and economic power to be visible like me are regarded as more legitimately trans than those of us who do not — and that worries me.

What is the best thing about being femme?

Finding strength and resistance in everything in my life that I was taught was supposed to be weak and fragile.

Do you have any aesthetic goals? Any style-idols?

Every Indian grandmother sporting saris and sneakers. At some point in my life I want to transition completely to saris, cardigans, and (platform) sneakers. It’s such a classic look.

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